Schmuggelbekämpfung

Mit unserer 2001 gegründeten Abteilung zur Schmuggelbekämpfung „Illicit Trade Prevention“ engagieren wir uns seit vielen Jahren weltweit im Kampf gegen den illegalen Handel mit Tabakerzeugnissen. Allein 2024 stieg der Konsum illegaler Zigaretten europaweit auf insgesamt 52,2 Milliarden Stück. Davon waren mehr als ein Drittel Produktfälschungen. Die Gesamtmenge der illegalen Zigaretten in Deutschland belief sich im selben Jahr auf 1,7 Milliarden Stück. Dieser Schattenhandel stellt jedoch nicht nur ein lukratives finanzielles Geschäftsfeld für einzelne Schmuggler:innen dar, sondern ist besonders für die Organisierte Kriminalität eine gewinnbringende Finanzquelle. Gerade deshalb ist es uns ein Anliegen, die staatlichen Ermittlungsbehörden in ihrer wichtigen Arbeit zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und Stärkung der öffentlichen Sicherheit zu unterstützen sowie Verbraucher:innen und weitere Marktteilnehmende vor gefährlichen Angeboten zu schützen.

Schnäppchen? Nein. Verbrechen!
Gemeinsame Initiative von Philip Morris Deutschland und der BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft

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Gemeinsame Initiative von Philip Morris Deutschland und der BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft

Schnäppchen? Nein. Verbrechen!

Illegale Zigaretten finanzieren die Organisierte Kriminalität

– auf Kosten von uns allen.

Der illegale Handel mit Zigaretten und anderen Tabakprodukten zählt zu den zentralen Einnahmequellen der Organisierten Kriminalität – mit gravierenden Folgen für die öffentliche Sicherheit, den Staatshaushalt und nicht zuletzt für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Aktuelle Umfrageergebnisse zeigen, dass auch 80 Prozent der Bevölkerung die Bedrohung durch die Organisierte Kriminalität als hoch einschätzt. Zugleich sehen aber nur 11 Prozent den illegalen Tabakhandel als gesellschaftsrelevantes Problem an. Fast die Hälfte (48 Prozent) der Befragten zeigen sogar Verständnis für den Kauf illegaler Waren.[1]

Mit unserer Kampagne ‚Schnäppchen? Nein – Verbrechen!‘ setzen wir uns daher für eine erhöhte Sichtbarkeit und ein stärkeres Bewusstsein für das unmittelbare Zusammenwirken von illegalem Tabakhandel und Organisierter Kriminalität ein.

Dafür sind 17 mit unserem Kampagnenmotiv beklebte LKWs in besonders vom Handel mit Schmuggel- und Fälschungsware betroffenen Regionen Deutschlands unterwegs. Die Zahl 17 ist bewusst gewählt: In Deutschland werden jährlich rund 1.700 Millionen illegale Zigaretten konsumiert – ein LKW steht dabei symbolisch für 100 Millionen Stück. Darüber hinaus informieren wir über das Fahrgastfernsehen in den Fahrzeugen der Berliner Verkehrsbetriebe sowie über Ausstrahlungen in Lotto-Toto-Verkaufsstellen über die Problematik.

Unterstützt wird unsere Initiative von der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ. Gemeinsam mit dem BDZ stehen wir fest an der Seite der Zöllnerinnen und Zöllner, die sich tagtäglich für die Bekämpfung des illegalen Tabakhandels und der dahinterstehenden kriminellen Netzwerke einsetzen. Unser besonderer Dank gilt dem Zoll für die Sicherstellung von 205 Millionen illegalen Zigaretten im vergangenen Jahr.[2]

Damit der Zoll auch in Zukunft handlungsfähig bleibt, fordern wir klare politische Maßnahmen: eine nachhaltige Stärkung der Kontroll- und Fahndungseinheiten, moderne Ausrüstung, schnelleren Datenaustausch zwischen Zoll und Polizei sowie den Einsatz automatisierter Datenanalysen zur frühzeitigen Risikoerkennung. Ergänzend ist eine umfassende Aufklärungsarbeit notwendig, um Bürgerinnen und Bürger für die Zusammenhänge zwischen dem Kauf illegaler Zigaretten und der Finanzierung krimineller Strukturen zu sensibilisieren. Darüber hinaus bedarf es einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit, um Informationen und Ressourcen in der Kriminalitätsbekämpfung schneller austauschen zu können. Zuletzt muss aber auch der legale Handel besser geschützt werden, damit Kioske, Fachgeschäfte und Tankstellen wirksam vor unlauterer Konkurrenz aus illegalen Quellen bewahrt werden.

Organisierte Kriminalität betrifft uns alle

Die Organisierte Kriminalität ist international breit vernetzt, technologisch bestens ausgestattet und wirtschaftlich hochgradig effizient. Durch professionelles, flexibles und konsequent gewinnorientiertes Handeln sind kriminelle Netzwerke längst zu einem systemischen Risiko für Staat und Gesellschaft geworden.

  • Allein 2023 verursachte die Organisierte Kriminalität in Deutschland einen wirtschaftlichen Schaden von rund 2,7 Milliarden Euro und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.[3]

  • Europaweit sind 821 besonders gefährliche Netzwerke der Organisierten Kriminalität mit über 25.000 Mitgliedern bekannt.[4]

  • Viele dieser OK-Gruppierungen agieren polykriminell: Allein in Deutschland waren 2023 31,6 Prozent der OK-Gruppierungen neben ihren Hauptdeliktsbereich zusätzlich in weiteren Kriminalitätsbereichen tätig.[5]

Die Folgen beschränken sich daher nicht auf entgangene Steuereinnahmen: Kriminelle Strukturen destabilisieren gezielt wirtschaftliche Prozesse, untergraben rechtsstaatliche Prinzipien und schwächen das Vertrauen in staatliche Institutionen. Sie nutzen systematisch Schwachstellen im internationalen Finanzsystem, betreiben Geldwäsche und investieren illegal erwirtschaftete Mittel in scheinbar legale Branchen, wie Immobilien oder die Gastronomie.[6] Mit 129 Mrd. USD an illegalen Geldern ist Deutschland sogar der Geldwäsche-Hotspot Europas (Europaweit 750 Mrd. USD).[7] So unterwandern sie die legale Wirtschaft, verzerren den Wettbewerb und verschärfen bestehende soziale Ungleichheiten.

Zugleich versuchen diese Gruppen häufig gezielt Einfluss auf Politik, Verwaltung und Wirtschaft zu nehmen, um Schutzräume zu schaffen, Ermittlungen zu behindern oder schlichtweg, um die staatliche Kontrolle zu umgehen. In Folge entsteht ein Klima wachsender Unsicherheit.

Diese Unsicherheit ist messbar: Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist das Sicherheitsgefühl in Deutschland vor allem sozial und regional ungleich verteilt. Die Furcht vor Kriminalität betrifft in vielerlei Hinsicht dabei insbesondere vulnerable Gruppen. Dort, wo die Organisierte Kriminalität sichtbar agiert und staatliches Handeln als machtlos erlebt wird, wächst das gesellschaftliche Misstrauen in die Demokratie, den Rechtsstaat und die öffentliche Ordnung.[8]

Illegaler Tabakhandel und Organisierten Kriminalität – wie hängt das zusammen?

Der illegale Tabakhandel ist für kriminelle Gruppierungen besonders lukrativ – denn er verbindet ein vergleichsweise geringes Entdeckungsrisiko mit hohen Gewinnmargen. Dadurch wird die Tabakkriminalität zu einem „low risk – high profit“-Geschäft für die Organisierte Kriminalität. Über Schmuggel, Produktfälschung und illegale Produktion von Tabakwaren erwirtschaften die Täter enorme Erlöse, mit denen sie wiederum andere illegale Aktivitäten wie Drogen-, Waffen- und Menschenhandel finanzieren. Aufgedeckte illegale Produktionsstätten belegten illegal erwirtschaftete Gewinne von schätzungsweise 625.000 Euro pro Woche.[9]

Ein erheblicher Teil der Erlöse fließt zudem in Geldwäsche und soll so in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeführt werden. Dies geschieht beispielsweise durch Investitionen in scheinbar legale Unternehmen, Immobilien oder andere Vermögenswerte. Die Folge: Marktverzerrungen in der legalen Wirtschaft.

Gleichzeitig verursacht dieser Schwarzmarkt weitere massive Schäden für die Allgemeinheit: Neben der Verbreitung unkontrollierter, gesundheitsschädlicher Produkte entstehen jährlich Milliardenverluste an Steuereinnahmen.

Wie groß die Herausforderung im Bereich des illegalen Tabakhandels ist, zeigt auch der jährliche KPMG-Bericht zum illegalen Zigarettenkonsum in Europa: Allein im Jahr 2024 wurden europaweit rund 38,9 Milliarden illegale Zigaretten konsumiert. Mehr als ein Drittel davon waren Produktfälschungen. Das entspricht einem Steuerverlust von 14,9 Mrd. Euro. Fälschungen von Zigaretten sowie die Produktion dieser finden überall in der Europäischen Union vor allem grenzüberschreitend statt, auch immer mehr in Deutschland. Die Menge an illegalen Zigaretten lag in Deutschland 2024 bei rund 1,7 Milliarden Stück, was einen Steuerschaden von 401 Mio. Euro zur Folge hatte – Mittel, die dringend für öffentliche Investitionen hierzulande benötigt würden.[10]

Zugleich ist der illegale Tabakhandel weit mehr als ein Steuervergehen: Er ist ein zentraler Finanzierungsstrom der internationalen Organisierten Kriminalität.

Nur im breiten Schulterschluss von Zoll, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft lässt sich diese zentrale Finanzierungsquelle der Organisierten Kriminalität wirksam austrocknen.

Philip Morris engagiert sich bereits seit 2001 weltweit im Kampf gegen den illegalen Tabakhandel. Mit der gemeinsamen Initiative mit dem BDZ machen wir deutlich, dass der Griff zum vermeintlichen Schnäppchen kein Kavaliersdelikt ist, sondern Teil eines Systems, das die Organisierte Kriminalität stärkt und unserer Gesellschaft erheblichen Schaden zufügt.


Materialien zum Download:

 

Verweise

[1] Ergebnis einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Bonsai Public im Auftrag von Philip Morris Deutschland

[2] Generalzolldirektion (2025): Zolljahresstatistik 2024.

[3] Bundeskriminalamt (2024): Lagebild Organisierte Kriminalität 2023. BKA.

[4] Europol (2024): Decoding the EU’s Most Threatening Criminal Networks. Publications Office of the EU, Luxembourg.

[5] Bundeskriminalamt (2024): Lagebild Organisierte Kriminalität 2023. BKA.

[6] Sinn, Arndt und Jürgen Storbeck (2022). Organisierte Kriminalität: Die unterschätze Gefahr.

[7] Nasdaq Verafin (2024): 2024 Global Financial Crime Report Europe.

[8] DIW (2025): Das Sicherheitsgefühl in Deutschland ist sozial und regional ungleich verteilt. DIW Wochenbericht 30/2025.

[9] Europol (2022): Intellectual Property Crime Threat Assessment.

[10] KPMG (2025): Illicit Cigarette Consumption in Europe. Results for 2024.

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